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Kurzanleitung:

Frühestens Anfang April bis Ende Juni werden die kleinen Samen ausgesät, in Gewächshäusern & in Wohnungsvorzucht auf der Fensterbank natürlich auch schon wesentlich früher.

Tabaksamen sind zu100% Lichtkeimer (Hellkeimer) das heißt, dass man die Samen auf den Ziehboden streut und leicht andrückt, ohne die Samen einzugraben. Am besten in einem Mini-

Gewächshaus oder einfach einen Blumentopf, den man mit durchsichtiger Frischhaltefolie bespannt und somit ein kleines Gewächshaus hat.  Und ca. am 7 ten Tag sieht man, wie die ersten Keimlinge das Licht der Welt erblicken. Es kann aber manchmal auch ein paar Tage mehr dauern, je nach den Verhältnissen und der Umgebungstemperatur. Die beste Keimtemperatur ist 27°C mit einer Toleranz von +- 3°C bis 4°C.

---Kurzanleitung Ende---

 

 

 

 

---Anbautipps zum anpflanzen im Garten---

 

Frühestens Anfang April bis Ende Juni werden die kleinen Samen ausgesät.

Die Tabakpflanze wächst am besten auf warmen & trockenen Böden. Am besten geeignet sind sandige sowie leichte sandige Humusböden. Weniger geeignet sind schwere Lehmböden. Der Pflanzenboden sollte gut aufgelockert & Kali- und Kalkreich sein. Diesen Kali- & Kalkdünger speziell für Tabakpflanzen können Sie günstig in unserem Webshop bekommen. Tabakpflanzen gedeihen auch auf Lehmböden, wenn dieser durch Dünger neutralisiert wird. Dünger zum Neutralisieren dieser Lehmböden können Sie ebenfalls in unserem Webshop bekommen.

Eine Tabakpflanze benötigt viel Wärme & Feuchtigkeit. Die Tabakpflanze leidet sehr unter der Einwirkung starker Winde & ist auch sehr Frostempfindlich(Nach einer Frostnacht ist er meistens hinüber!). In Gebieten mit starken Winden sollte man um die Tabakpflanzen eine Windschutzbepflanzung anlegen die den Wind abfängt. Der Gartenboden wird durch den Tabakanbau nicht ausgelaugt. Besonders geeignete Vorpflanzen sind Mais , Getreide und Stoppelrüben, die dem Boden viel Chlor entziehen. Bei Vorpflanzen wie z.B. Kartoffeln & Runkelrüben muss man dem Gartenboden mit Kali düngen. Weniger geeignete Vorpflanzen sind Pflanzen, die im Boden Chlor & Stickstoff anreichern wie z.B. Rotklee, Hülsenfrüchte und umgegrabener Rasen.

Der Gartenboden sollte vor dem umpflanzen gut gelockert & geharkt werden.

Wenn die Tabakpflanzen ca. 8 cm hoch sind & keine Frostgefahr mehr besteht, sollte man sie in den Garten auspflanzen welches je nach Klima & Wetterlage etwa gegen Ende Mai bis in den Sommer hinein geschieht. In der Wohnung & in Gewächshäusern ist das natürlich Ganzjährig.

Bevor man die Zöglinge auspflanzt, sollte man den Boden gut durchnässen, um das anwachsen der Pflanzen zu gewährleisten. Am besten Pflanzt man bei feuchtem , aber trockenem Wetter um. Ist das Wetter aber Sonnig & trocken, so muss erst eine rinne oder kleine einzelne Mulden in den Boden gemacht werden, die man mit Wasser befüllt & somit befeuchtet und dann einige Minuten später, wenn das Wasser eingesickert ist, die Pflanzen darin umpflanzt. Der Boden sollte am besten schon erwärmt sein, bei gerade ausgelösten kaltem Boden sollte man noch einige Zeit warten, bis er sich erwärmt hat. Die Setzlinge werden in einem Erdloch, welches man am besten mit einem Pflanzholz (gibt es auch in unserem Webshop!) macht eingesetzt, Das Erdloch sollte etwa 6 bis 8 cm tief sein.

Die Pflanze wird dann mit samt der Wurzel in das Erdloch eingesetzt & etwa 1 bis 1,5 cm von dem Stängel wird mit unter die Erde gebracht, damit die Pflanze guten halt findet & nicht umkippt. Danach drückt man die umgebene Erde leicht an. Bei der Auspflanzung der Setzlinge sollte darauf geachtet werden, dass die Blätter möglichst sauber bleiben, damit sie das Sonnenlicht am besten einfangen können & somit auch am besten anwachsen. Beim Auspflanzen der Setzlinge sollte auch darauf geachtet werde, dass man die am besten ausgebildeten Pflanzen nimmt. Die schwach ausgebildeten Pflanzen erkennt man an dem dünnen Stängel & der spärlichen Blätter & an den wenigen Wurzeln dieser Pflanzen. Tabaksorten, die eher kleine Blätter ausbilden, werden enger gepflanzt, als z.b. Tabakpflanzen, die sehr große Blätter ausbilden. Zum heranziehen von Deckblättern, sollte man die Pflanzen hingegen eher enger stellen, damit sie sich gegendseitig Schatten spenden & somit feine seidige Blätter ausbilden. Man setzt die Tabakpflanzen am besten in einem zweireihigem System im Abstand von 50 bis 60cm und zwischen den einzelnen Reihen ein Abstand von 70 bis 80cm.Somit bildet sich ein schmaler Gang zwischen den einzelnen Pflanzen, um den Boden später zu Hacken & gegebenenfalls nachzudüngen. Man sollte zwischen den einzelnen Reihen keine anderen Pflanzen heranziehen.

 

 

--Die Pflege der Pflanzen—

Alle 14 Tage sollte man den Boden zwischen den einzelnen Pflanzenreihen gut durchhacken, damit der Boden belüftet wird. Es sollte sehr sorgsam darauf geachtet werden, dass die Wurzeln der Pflanzen nicht beschädigt werden & dass kein Erdboden die Blätter verschmutzt. Beim Hacken sollte man den Erdboden an die Pflanzen heranziehen, so dass die Pflanze höhergestellt erscheint. Man kann sich somit auch eine Art Beet erstellen wobei man zwei Reihen nimmt, sie hoch hackt und somit alle zwei Reihen einen Gang erhält, auf dem man laufen kann. Bei ausbleibendem Regen sollte man die Pflanzen unbedingt mit Wasser gießen, gerade in den ersten Wochen. Die Pflanzen wachsen dann sehr schnell und haben bei optimalen Verhältnissen nach ca. 4 Wochen schon eine Höhe von

40 cm erreicht.

Später, wenn die Tabakpflanzen die ersten Blüten ausbilden, sollte man diese abschneiden, um somit die ganze Kraft der Pflanze auf die Ausbildung der Tabakblätter zu konzentrieren, denn die weitere Ausbildung der Blüten verlangt der Pflanze eine sehr große Menge ihrer Energie ab(ca. 30 bis 40%).

Man sollte also direkt nach der Ausbildung der ersten Blüte, am besten sogar schon etwas vorher die Pflanze „köpfen„.,um die ganze Kraft zu erhalten & das Wachstum der Blätter zu fördern. Dann bearbeitet man die Pflanze wie folgt:

Sollen Deckblätter für Zigarren hergestellt werden, lässt man der Tabakpflanze 6 bis 10 Blätter. Hierbei können die obersten kleinen Blätter mit beseitigt werden, da sie doch niemals „reif“ werden & deshalb wertlos sind.

Soll ein großer Ernteertrag erreicht werden, belässt man der Pflanze 16 bis 19 Blätter. Hierbei werden die untersten „Sandblätter nicht mitgezählt, da sie minderwertig sind.

In der Regel gilt: desto mehr abgeschnitten wird, desto geringer ist die Erntemenge, aber desto höher ist auch die Qualität der einzelnen Blätter. Durch das  beschneiden der Pflanzen kann man das Wachstum der einzelnen Tabakpflanzen angleichen, um ein gleichmäßiges Wachstum der Pflanzen zu erreichen. Bei weniger gut ausgeprägte Pflanzen schneidet man einfach nicht so viel ab, wie bei gut ausgeprägten Exemplaren, um somit deren Wachstum anzugleichen. Der nächste Bearbeitungsschritt folgt, wenn seitlich bei den Blattansätzen kleine Triebe(fachlich: Grumpen) herauswachsen, die man dann einfach mit der Hand abbrechen kann oder mit einem Messer abschneidet. Diese Seitentriebe entziehen der Pflanze ihre Wachstumsenergie, da diese Austriebe zur Tabakherstellung nicht verwendet werden können. Diese erledigt man am besten an trockenen warmen Tagen in der Mittagssonne, da dann die Bruchgefahr der Blätter am geringsten ist. Diese Seitentriebe bilden sich immer wieder neu, daher sollte man des Öfteren nach dem rechten sehen(alle 7 bis 12 Tage) und neu aufkommende Seitentriebe sofort wieder entfernen.

 

---Ernte der Tabakblätter---

Die Tabakblätter werden nach und nach reif, welches durch das gelb werden der Stängel & Blätter erkennen kann. Als erstes sind die unteren kleinen Blätter(Grumpen) reif(meistens schon kurz nach dem „köpfen“), etwas später reifen die großen unteren Sandblätter, die aber minderwertig sind. Die Mittelblätter(meist ca. 3 bis 4 Blätter)  werden meistens 7 bis 9 Tage nach der Sandblatternte reif.

Sie wiesen an den Blatträndern eine leichte gelblich bis bräunliche Verfärbung auf. Zwei bis drei Wochen später wird das Hauptgut reif, was man durch gelbgrüne bis bräunlichgrüne Flecken auf den Blättern bemerkbar macht. Wenn es sich um ein größeres Feld an Tabakpflanzen handelt, erntet man an mehreren Tagen immer von unten nach oben. Etwas später wird dann der Obere Teil, das so genannte „Obergut“ geerntet und später im späten Herbst wird der restliche noch reif gewordene Tabak geerntet, der so genannte „Nachtabak“. Die reifen Blätter sollten eine hellgrüne und keine zu sehr gelbliche Farbe aufweisen bei der Ernte. Eine Gelbfärbung der Blätter weißt auf Ernährungsarmut hin. Aber die Blätter sollten auch keine dunkele bläulichgrüne Farbe aufweisen, was man dadurch verhindern kann, indem man die oberen Seitentriebe an den Blattansätzen stehen lässt.

Man erkennt die reifen Blätter auch daran, dass sie sich leicht vom Stängel lösen lassen, unreife Blätter hingegen lassen sich nur sehr schwer vom Stängel ablösen. So wie die Blätter nur nach & nach reif werden, wird auch die Ernte nach & nach durchgeführt, nicht auf einmal. Die Tabakernte beginnt ca. Ende Juli, also ca. 60 Tage nach dem Umpflanzen; die Blätter in der Mitte der Pflanze werden ca. ab August geerntet und ab September werden die oberen Blätter geerntet.

 

 

--- Die nachfolgende Behandlung der geernteten Blätter –

Die geernteten Blätter werden für einige Stunden mit der Rückseite nach oben gelagert, um sie etwas anwelken zu lassen. Danach legt man sie lose aufeinander(ohne andrücken—nur lose!) und werden z.B. in Tücher geschlagen(muss aber nicht unbedingt!) und an den Ort gebracht, wo sie dann später aufgefädelt werden. Für das Auffädeln benötigt man einen dünnen festen Faden, der durch den Hauptstängel des Blattes ca. 3 bis 6 cm vor dem Ende des Stängels hindurch gestochen wird.

Die Blätter können aber auch aufgeknotet werden. Die Blätter sollten sehr luftig aufgehängt werden, so dass zwischen den einzelnen Blättern noch etwas Luft ist(ca. 1 bis 3cm). Wenn die Blätter zu eng aufgefädelt werden, können sie verkleben & dann schimmeln, was die Ernte komplett vernichten würde, da man verschimmelten Tabak auf keinen Fall rauchen sollte, da dieses gesundheitliche Schäden zur Folge hätte durch die Schimmelsporen. Die Blattschnüre sollten an einem schattigen luftigen Ort aufgehängt werden. Ziel ist, dass die Blätter über einen Zeitraum von mehreren Monaten zu trocknen; Frühnebel z.B. fördert dieses sogar im Idealfall. Wenn der Tabak nicht fermentiert werden soll, müssen die Blätter mindestens über einen Zeitraum von 12 Monaten trocknen, damit alle Eiweißstoffe in den Blättern zersetzt werden. Wenn man sich nicht sicher ist, ob die Eiweißstoffe in den Blättern schon alle zersetzt sind, bemerkt man das durch einen scharfen sehr kratzigen & somit sehr unangenehmen Geschmack des Tabaks beim rauchen, dann sollte man ihn noch etwas länger hängen lassen.

Man sollte Minimum 10 Pflanzen anbauen, da sich ansonsten der Aufwand nicht lohnt und es auch im schlimmsten Fall mit der Fermentation nicht klappen könnte. In Deutschland sind pro in einem Haushalt lebender Person 99 Tabakpflanzen steuerfrei zu Aufzucht erlaubt und dass ist eine ganze Menge an Tabak!

 

Blattgruppeneinteilung der Tabakpflanze

 

 

---Verarbeitung der Tabakblätter---

 

Die Tabakpflanze wird in verschiedene Teile unterteilt, die dann auch für verschiedene Teile der Zigarre bei der Herstellung verwandet werden. Die Blätter der Tabakpflanze werden bei der Ernte in verschiedenen Gängen je nach der Blattsorte gepflückt. Die einzelnen Blätter werden dann zu Blattbündeln zusammengeschnürt und zum Trocknen aufgehängt. Die Blätter werden dann einzeln mittels Nadel & Faden an langen Stangen aufgehängt, wenn man die Bündel zusammenlassen würde bei der Trocknung, wird sich Schimmel bilden, der die Ernte dann vernichten könnte. Die Trocknungszeit ist vom Wetter abhängig und kann zwischen 45 & 65 Tage dauern. Während dieser Zeit verändert sich die Blattfarbe von Grün in braun. Von daher rührt auch die Braunfärbung vom Rauchtabak. Wenn die Blätter getrocknet sind, werden Sie nach Blattart & Größe sortiert und zu Bündeln von je 40 bis 70 Blatt zusammengebunden. Diese Bündel sind nun bereit, fermentiert zu werden. Diese Bündel werden dann zu großen Haufen zusammengestellt, damit sich die Fermentierung in Gang setzen kann, was bei zu kleinen Haufen sehr schwierig ist, da einfach die Masse zu gering ist, um eine Gehrung(Fermentierung)in Gang zu setzen. In den Tabakblatthaufen bildet sich durch die Fermentierung(Gehrung) eine Temperatur von bis zu 43°C. Diese Temperatur wird dann mit Thermometern überwacht, damit die Temperatur nicht zu hoch wird & somit der Haufen zu Matsch zu vergehren droht. Um dieses bei zu hoher Temperatur zu vermeiden, schichtet man den Haufen mit den Blattbündeln mehrmals um und packt z.B. die Bündel von der Mitte nach Oben & die von Unten zur Mitte u.s.w. Dieses kann bei zu Hoher Temperatur mehrmals wiederholt werden, um ein gleichmäßiges Ergebnis der Fermentation zu erhalten. Diese Fermentation hat eine Dauer von ca. 1 bis 3 Monate, welches aber auch von der Tabaksorte abhängig ist. Wenn die Tabakblätter dann fertig fermentiert sind, unterteilt man sie in 3 Kategorien: Einlage (der rauchbare Inhalt der Zigarre oder Zigarette) ; Umblatt (wird um die Zigarre herumgewickelt) ; Deckblatt (wird als letztes “Deckblatt um die Zigarre herumgewickelt und sollte von daher auch fehlerfrei und mit wenig Blattadern versehen sein).

 

 

 

Der Aufbau der Zigarre

 

---Deckblatt---

Das aufwendigste und kostenintensivste Blatt ist das Deckblatt der Zigarre. Es wird teilweise unter speziellen Abdeckungen herangezogen, damit das Blatt ohne dicke Blattadern und mit einer samtigen Textur gedeiht. Das Deckblatt wird dann auch getrennt von den anderen Blättern fermentiert, und mit großer Sorgfalt behandelt, damit es keine Schadstellen entstehen und das Blatt somit wertlos währe, zumindest als Deckblatt. Das Deckblatt bestimmt später das Erscheinungsbild der Zigarre und sollte von daher sehr vorsichtig behandelt werden.

 

---Umblatt

Dem Umblatt fällt „nur“ die Bedeutung zu, die Stabilität und den Zusammenhalt der Zigarre sicherzustellen .Es besteht daher aus sehr festen, stabilen und durch die Fermentation ledrigen Blättern die von dem oberen Pflanzenteil stammen.

 

---Einlage---

Der Bestandteile der Einlage sind der Länge nach zusammen gelegte Tabakblätter bzw. Blattteile, die den Hauptbestandteil der Zigarre bilden. Die Einlage wird zusammengerollt, mit dem Umblatt dann stabilisiert und danach mit dem Umblatt versiegelt und fertig ist die Zigarre. Die Zusammenstellung hat sehr großen Einfluss auf den Geschmack bzw. das Aroma der Zigarre.

 

 

 

---Einteilung der Tabakpflanze in verschiedene Geschmacksrichtungen---

 

Die Blätter am oberen Ende der Pflanze sind durch die hohe Sonneneinstrahlung am öligsten und haben daher ein sehr starkes Aroma. Der professionelle Begriff dieser Blätter ist“ Ligero „ .Die Blätter von der Mitte der Pflanze „ Seco „ haben ein eher mildes Aroma. Blätter vom unteren Teil der Pflanze haben ein sehr leichtes Aroma, jedoch haben sie hervorragende Brandeigenschaften.

 

 

--Herstellung der Zigarren---

 

Man beginnt mit dem erstellen der Einlage und legt je nach größe der Zigarre 3 bis 4 Blätter der länge b´nach zusammen & rollt sie in ein in zwei Hälften aufgeteiltes Umblatt ein. Danach wird das ganze in die kostbaren Umblätter eingerollt. Bei diesem Prozess zeigt die Unterseite des Umblattes nach innen, damit später keine Blattadern zu sehen sind. Nachdem die Zigarre durch mehrfaches rollen geglättet ist, wird aus den Deckblattresten ein rundes Teilstück ausgeschnitten und und mit etwas Feuchtigkeit auf den späteren Kopf der Zigarre geklebt. Bei manchen Zigarren, meist bei teuren & edlen Sorten, wird der Kopf der Zigarre durch verdrehen des Deckblattes geschlossen. Als letztes wird die Zigarre auf die endgültige Länge gekürzt und danach zum endgültigen trocknen gelagert. Bei professionellen Zigarrenherstellern kommen die Zigarren noch der Herstellung in Vakuum Räucherkammern, wo sie mit einem natürlichen Räucherprozess gegen eventuelle Tabakschädlinge behandelt wird. Danach kommen die Zigarren für drei Wochen in Kühlkammern, um die Restfeuchtigkeit zu entziehen und die Fermentationsprozesse endgültig abzuschließen. Nun sind wir am Ende der Zigarrenherstellung angelangt und die Zigarren sind endgültig fertig.

 

Der Zigarrentabak hat durch das Fermentieren weniger Nikotin, Teer & Säure, als z.B. Zigarettentabak trotz alledem ist der Rauch sehr alkalisch & eignet sich eigentlich nicht zum inhalieren!!!

 

 

Man unterscheidet Zigarren auch nach:

---Shortfiller (mit gerissener Einlage): besteht aus Tabakblätter, die in einem aufwändigen Prozess

   sehr sorgfältiig zerkleinert & entrippt werden.        

   sorgfältig entrippt und zerkleinert wurden und

 ---Longfiller: besteht aus Tabake, die sich aus ganzen entrippten Tabakblättern zusammenstellen.

    Diese werden bei der Herstellung von Zigarrenspezialitäten verwendet. Hierbei werden die

    Blatthälften ihrer Länge nach zu einem Wickel geformt.

 

 

 

 

 

---Die anschließende Fermentation der Tabakblätter---

Durch die Fermentation wird Stärke, Zucker, Eiweiß, Farbstoffe, Pflanzenfette und verschiedene andere Stoffe abgebaut. Die Fermentation wird durch die Umgebungstemperatur & die Luftfeuchtigkeit beeinflusst. Je nach Art und Aroma des gewünschten Tabaks sollten verschiedene Stoffe erhalten & andere wiederum abgebaut werden. In Zigaretten- und Pfeifentabak soll z.B. der Zucker erhalten bleiben und die Stärke in Zucker umgewandelt werden. Dahingegen sollte der Zigarrentabak Stärke anstatt Zucker enthalten. Direkt nach der Trocknung sollte man mit der Fermentation beginnen. Ältere Blätter, die noch von der Ernte vom Vorjahr übrig sind, sollten eigentlich nicht zusammen mit der neuen Ernte fermentiert werden. Falls nach der Trocknung einige Blätter noch grün sind, was durch zu schnelle Trocknung oder zu frühe Ernte geschehen kann, sollte man diese etwas länger fermentieren, um dieses auszugleichen. Man sollte diese Blätter .die noch grün sind, oder die noch grüne Stellen haben vorher aussortieren und getrennt von der anderen Ernte fermentieren. Um die Blätter fermentieren zu können, sollten diese nicht hart & bröselich sein, sondern geschmeidig,; sie sollten also etwas Feuchtigkeit enthalten, um die Fermentation in gang bringen zu können. Blätter mit noch nicht völlig getrockneten dicken Blattadern sollte man aber aussortieren, da diese Adern zu viel Feuchtigkeit enthalten & somit das ganze verfaulen könnte anstatt zu fermentieren. Die zu trockenen Blätter kann man am besten über Nacht in einem feuchten Tuch einwickeln oder einfach mit einem Sprüher(Zerstäuber) einsprühen,; aber unbedingt darauf achten, dass nicht zu viel Feuchtigkeit aufgebracht wird. Wenn die Blätter noch an den Schnüren aufgehängt sind, kann man am besten auf sehr feuchte Witterung wie z.B. Frühnebel U.S.W. warten und sie dann fermentieren, wenn sie feucht genug sind. Je kräftiger die Blätter sind, umso länger müssen sie fermentiert werden. Die normale Fermentationszeit beträgt 3 bis 6 Wochen. Dabei werden die Blätter mehrmals umgeschichtet, damit alle Blätter gleichmäßig fermentiert werden. Man packt z.B. die Blätter von Unten zur Mitte und von Oben nach unten u.s.w. Man sollte sie alle 6 bis 10 Tage umschichten. Durch dieses ständige Umschichten werden zu hohe Temperaturen vermieden und man bekommt ein gleichmäßig fermentiertes Ergebnis. Um die Blätter einfacher umschichten zu können, werden sie, bevor sie in die Fermentationskiste gelegt werden zu Büscheln zusammengelegt bzw. gebunden. Man bindet die Tabakbüschel ca. 6 bis 10 cm vor dem Blattstielende zusammen und man sollte dann darauf achten dass die Blattstiele nach außen zu liegen kommen. Man legt die erste Ernte (Sandblätter) entweder nach oben und oder nach unten; die mittleren Blätter(Mittelgut) und das Hauptgut kommt in die mitte. Beim umschichten der Blätter werden die Schichten aus der Mitte nach außen gebracht und die Blattbüschel von außen nach innen. Es sollte darauf geachtet werden, dass möglichst wenig Lufträume zwischen den Blättern sind. Wie z.B. auch bei feuchten Heuhaufen, die längere Zeit liegen, beginnt normalerweise die Fermentation von selbst. Um die natürliche Fermentation in Gang zu bringen ist eine bestimmte Menge an Tabakblättern mindestens notwendig. Bei kleineren Mengen, muss die Temperatur & die Luftfeuchtigkeit künstlich erhalten werden. Bei kleineren Mengen wird die Fermentationshitze zu schnell wieder an die Umgebungsluft abgegeben, da die Oberfläche im Verhältnis zur Masse zu gering ist & auch der Eigendruck zu gering ist. Somit ist es Notwendig eine Vorrichtung zu bauen, welches die Wärme in den Tabakblättern behält, also eine gewissermaßen isolierende Umhüllung. Dieses kann man erreichen, indem man z.B. eine Holzkiste nimmt & diese z.B. mit Styropor abisoliert. In diese Kiste schichtet man dann die Tabakblätter & gibt von oben noch einige Gewichte mit drauf wie z.B. einige schwere Steine. Die Kleinfermentation hat sogar ,wenn man alles richtig macht, einen Vorteil gegenüber der natürlichen Fermentation, da bei der natürlichen Fermentation bei größeren Mengen die Fermentation durch Bakterien immer auf Kosten des Tabaks geht, was bei der Kleinfermentation nicht der Fall ist. Es werden folglich bei der Kleinfermentation alle guten & geschmackvollen Aromen beibehalten & sogar noch verbessert. Es gibt verschiedene Arten, die Kleinfermentation umzusetzen. Man schichtet z.B. die Blattbündel auf und gibt frisches, noch nicht vergorenes Stroh Blätter oder Heu mindestens einen halben Meter darüber, um die Masse zu erhöhen, dann umgibt man das ganze mit Planken oder Brettern(je nach dem was Sie gerade zur Hand haben. Danach beschwert man das ganze noch mit Steinen, um einen höheren Druck zu erzeugen. Falls der Raum, indem man das ganze aufgestellt hat zu feucht ist, besteht die Gefahr der Schimmelbildung, die sich dann auch auf den Tabak übertragen kann und somit die Ernte gefährdet.

Also bei Schimmelbildung an den äußere Abdeckungen aus Stroh, Heu oder Blätter, diese sofort gegen frischeres austauschen, damit der Schimmel nicht an den Tabak gelangt. Wenn die Möglichkeit fehlt in einer Scheune oder ähnlichem diesen Haufen zu errichten, der hat noch die Möglichkeit, die Fermentationswärme selbst zu erzeugen. Man nimmt dazu eine luftdurchlässige Umrandung bzw. eine Holzkiste, legt unten etwas Stroh hinein legt dann die Blattbündel darüber und erwärmt 2 oder 3 feuchte Ziegelsteine und legt diese dann darüber um eine Temperatur von ca. 40°C bis 50°C

zu erhalten. Die Steine erwärmt man dann ca. 2 bis 3 mal am Tag, um die Temperatur in der Kiste zu halten. Wenn man dazu in der Lage ist, kann man auch ein Thermometer anbringen, um die Temperatur zu überwachen, die auf keinen Fall über 56°C bis 59°C steigen sollte, da ansonsten der ganze Prozess zu Nichte gemacht werden könnte. Findige Tüftler haben es auch schon versucht in einem Backofen zu fermentieren, indem sie ein paar mal am Tag die Hitze kurz angestellt haben—dem Erfindungsreichtum sind folglich in dieser Hinsicht keine Grenzen gesetzt—probieren Sie es doch selbst einmal aus!!!

 

 

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